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 Quasselecke
eelser Offline

Pressewart FW SG Hemmoor (real)




Beiträge: 1.838

13.07.2017 10:21
vfdb Richtlinie 06/01 Brandschutz 7/2017 antworten

"Verkehrsunfälle: Welcher Rettungsmodus ist wann der richtige?" unter dieser Überschrift erschien in der Ausgabe 7/2017 ein Beitrag in der Zeitschrift Brandschutz der auf Inhalte des
"Merkblatt „Technisch-medizinische Rettung nach Verkehrsunfällen“ zur vfdb-Richtlinie 06/01Bezug nimmt und insbesondere wichtige Hinweise für vernünftige und zweckmäßige Ausbildungsziele beinhaltet.

Im Kern wird mit Blick auf die Zeitabläufe herausgearbeitet, dass in der Ausbildung sie schnell Rettung vernachlässigt wird:

Zitat von Brandschutz 07/2017

"..Bei Übungen wird oftmals nur die schonende variante geübt (...). Bei der Ausbildung zur Technischen Hilfeleistung nach Verkehrsunfällen fallen bei der Feuerwehr oft mahnende Worte wie etwa "keine Erschütterungen", "kein Krach" und "auf die Wirbelsäule achten". Da hat man behutsam mit hydraulischen Schneidgerät uns Spreizer gearbeitet, in mühevoller Arbeit die Frontscheibe entfernt, die Seitenscheiben mit Klebeband abgeklebt (...). Da bei jeder bei der Übung auch mal was tun wollte, hat man noch kräftig am Unfallfahrzeug geschnitten und das Fahrzeug fast komplett ausgeräumt, um alle Geräte auszuprobieren. Das hat dazu geführt, dass man als Feuerwehr dazu tendiert, maximal behutsam und sehr geräteintensiv zu arbeiten. Doch was machen wir wenn es mal schnell gehen muss? (...) Bei Fahrzeugen neuerer Bauart ist die Sicherheitstechnik soweit fortgeschritten, dass bei Unfällen enorme Kräfte notwendig sind, um diese zu verformen. Dabei werden die Fahrzeugstrukturen so weit belastet, dass es entsprechend zu schweren Verletzungsmustern kommt. Diese Fahrzeuginsassen müssen dann auch unter Umständen "sofort" befreit werden.



Weiter benennt der Beitrag das Problem geeignete Übungsobjekte zu bekommen und weist darauf hin , dass spätestens nach der Hälfte der Lebensdauer eines Einsatzfahrzeuges neuen Hilfeleistungsgeräte zu beschaffen seien um mit der Entwicklung der Fahrzeugtechnik Schritt zu halten.
Dann folgt eine kurze Darstellung der Rettungsmodi Sofort-Rettung, Schnelle Rettung und Schonende Rettung und stellt Techniken dazu vor.

Das Fazit:

Zitat
Wenn die Befreiung mal "schnell" oder "sofort geschehen muss, sollte eine Wissensschublade aufgehen und ein paar Möglichkeiten vorhanden sein, (...) Diese Möglichkeiten müssen verstärkt ausgebildet werden (...) auch mal als Wettkampf geübt werden. Schnelle Löschangriffe üben wir doch auf auf Zeit, warum nicht auch die Erstmaßnahmen beim Verkehrsunfall?



..also los...
das betrifft alle Ortswehren auch die ohne Rettungssatz:

Zitat von Beitrag von Christian Beninde in der FB-Gruppe Feuerwehrausbildung heute und morgen
TH mit TSF-W
Unser letzter Dienstabend war für fast alle Kameraden mal etwas neues, wir haben ein Auto auseinander genommen.
Absicherung der Einsatzstelle, Wasserentnahme aus offenem Gewässer, Einsatz der Steckleiter, Beleuchtung - alles hundertfach geübt.
Unsere Schwerpunktfeuerwehr hat uns immer wieder angeboten hat mal mit ihrem RW 1 oder anderen Fahrzeugen eine Ausbildung zu machen, nur dass wir das wirklich irgendwann mal machen stieß bei ihnen doch auf etwas Überraschung. ^^
Also ohne wieteres Vorgeplänkel: Ein TSF-W (mit durchdachter Zusatzbeladung) kann bei einem VU mit eingeklemmter Person verdammt viel. Wir haben also immer abwechselnd, erst wir mit unserem Material, dann der RW, Schritt für Schritt das Fahrzeug bearbeitet.
Inhalte waren
- Fahrzeugstabilisierung
- Innerer Retter
- Glasmanagement
- Batteriemanagement
- Zugangsöffnung
Bis auf das letzte war eigentlich alles weitestgehend mit unseren Mitteln machbar.
Im folgenden eine Auflistung unserer zum Einsatz gebrachten Materialien:
---- Stabilisierung
• vierteilige Steckleiter
• 2 Spanngurte
• Rüstholz (4 Blöcke, 2 Bretter, 2 Keile)
• 2 Schlauchbrücken
• 2 Bremsklötze (vom TSF-W)
---- Innerer Retter
• Helm der Motorkettensäge
• Feuerwehr-Verbandkasten
• Wolldecke
• Gurtschneider (Cent-Artikel aus dem Baumarkt, schneidet besser als teure Rettungsmesser!)
---- Glasmanagement
• Federkörner (hier hat auch wieder das teure Rettunsgmesser eines Kameraden versagt)
• Panzertape
---- Batteriemanagement
• Feuerwehr-Werkzeugkasten
• 2 Brechstangen (klein und groß)
---- Betriebsstoffe
• Schuttmulde
• Ölbindemittel
• Silofolie
• Besen
• Schaufel
----Brandschutz
• Feuerlöscher 6kg ABC-Pulver
• formstabilder Schnellangriff mit C-HSR
• Mittelschaumpistole mit 3 Schaummittelflaschen
---- Einsatzstellensicherung (wurde nicht beübt)
• 6 Pylone
• 2 Feuerwehr-Warndreiecke
• 2 KFZ-Warndreiecke
• 2 Warnflaggen
• 2 KFZ-Warnleuchten
• 50m Trassierband
Erst wenn es wirklich darum ginge eine Person aus dem Auto herauszuschneiden bräuchten wir die Hilfe des RW.
Was mir auffiel was wir noch ändern sollten:
- verwenden von breitem Klebeband anstatt nur der schmalen Panzertaperolle
- ich wünsche mir einen Sanitätsrucksack mit HWS-Schiene usw (bin aber auch Sanitäter, also es kommt auf die Ausbildung an)
- aus der mitgeführten Silofolie zum Bau eines Auffangbeckens aus Steckleitern könnte man auch eine super Bereitstellungsplane machen
- an den Federkörner muss ich ein Stück Flatterband ankleben, den verliert man so schnell....TH mit TSF-W
Unser letzter Dienstabend war für fast alle Kameraden mal etwas neues, wir haben ein Auto auseinander genommen.
Absicherung der Einsatzstelle, Wasserentnahme aus offenem Gewässer, Einsatz der Steckleiter, Beleuchtung - alles hundertfach geübt.
Unsere Schwerpunktfeuerwehr hat uns immer wieder angeboten hat mal mit ihrem RW 1 oder anderen Fahrzeugen eine Ausbildung zu machen, nur dass wir das wirklich irgendwann mal machen stieß bei ihnen doch auf etwas Überraschung. ^^
Also ohne wieteres Vorgeplänkel: Ein TSF-W (mit durchdachter Zusatzbeladung) kann bei einem VU mit eingeklemmter Person verdammt viel. Wir haben also immer abwechselnd, erst wir mit unserem Material, dann der RW, Schritt für Schritt das Fahrzeug bearbeitet.
Inhalte waren
- Fahrzeugstabilisierung
- Innerer Retter
- Glasmanagement
- Batteriemanagement
- Zugangsöffnung
Bis auf das letzte war eigentlich alles weitestgehend mit unseren Mitteln machbar.
Im folgenden eine Auflistung unserer zum Einsatz gebrachten Materialien:
---- Stabilisierung
• vierteilige Steckleiter
• 2 Spanngurte
• Rüstholz (4 Blöcke, 2 Bretter, 2 Keile)
• 2 Schlauchbrücken
• 2 Bremsklötze (vom TSF-W)
---- Innerer Retter
• Helm der Motorkettensäge
• Feuerwehr-Verbandkasten
• Wolldecke
• Gurtschneider (Cent-Artikel aus dem Baumarkt, schneidet besser als teure Rettungsmesser!)
---- Glasmanagement
• Federkörner (hier hat auch wieder das teure Rettunsgmesser eines Kameraden versagt)
• Panzertape
---- Batteriemanagement
• Feuerwehr-Werkzeugkasten
• 2 Brechstangen (klein und groß)
---- Betriebsstoffe
• Schuttmulde
• Ölbindemittel
• Silofolie
• Besen
• Schaufel
----Brandschutz
• Feuerlöscher 6kg ABC-Pulver
• formstabilder Schnellangriff mit C-HSR
• Mittelschaumpistole mit 3 Schaummittelflaschen
---- Einsatzstellensicherung (wurde nicht beübt)
• 6 Pylone
• 2 Feuerwehr-Warndreiecke
• 2 KFZ-Warndreiecke
• 2 Warnflaggen
• 2 KFZ-Warnleuchten
• 50m Trassierband
Erst wenn es wirklich darum ginge eine Person aus dem Auto herauszuschneiden bräuchten wir die Hilfe des RW.
Was mir auffiel was wir noch ändern sollten:
- verwenden von breitem Klebeband anstatt nur der schmalen Panzertaperolle
- ich wünsche mir einen Sanitätsrucksack mit HWS-Schiene usw (bin aber auch Sanitäter, also es kommt auf die Ausbildung an)
- aus der mitgeführten Silofolie zum Bau eines Auffangbeckens aus Steckleitern könnte man auch eine super Bereitstellungsplane machen
- an den Federkörner muss ich ein Stück Flatterband ankleben, den verliert man so schnell....

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Es wäre schön, wenn die Menschen sich so benehmen würden, als seien wir alle aufeinander angewiesen.

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