Die aufwändigen polizeilichen Suchmaßnahmen in dem Wrack der "Hohe Weg“ nach dem vermissten Schiffsführer sind heute - zumindest vorläufig - beendet worden. Der Kapitän wurde nicht in den durchsuchten Wohn- und Maschinenräumen des Kutters gefunden, wie bei der ersten Begehung durch die Beamten der Wasserschutzpolizei und der Bundesstelle für Seeunfalluntersuchungen (BSU), in Verbindung mit der Auswertung der Spurenlage vermutet worden war. Nach der Bergung in der letzten Woche war das Wrack nach Bremerhaven in das Dock einer Werft geschleppt worden. Mit großem personellen und materiellen Aufwand mussten mehrere zig Tonnen Betriebsstoffe und Schlick aus dem gesunkenen Schiff entfernt werden. Insbesondere das Sand-Schlick-Gemisch bereitete den Einsatzkräften große Probleme. So wurden in die Backbordseite des Schiffsrumpfes Löcher gebrannt, damit Spüllanzen eingesetzt werden konnten, die dann mit hohem Wasserdruck den Schlick herausspülten. Gleichzeitig arbeiteten sich Beamte mit Schaufeln durch die oberen Bereiche des Schiffes, die aber zuvor belüftet werden mussten, um eine Gefährdung der Einsatzkräfte auszuschließen. Auch besonders ausgebildete Suchhunde wurden eingesetzt. Die Vermutung, der Kapitän würde sich noch immer im Schiff befinden, hat sich bisher nicht bewahrheitet. "Wir hätten der Familie des vermissten Schiffsführers gern Gewissheit gegeben“, sagte der Einsatzleiter Wolfram Perret und bedankte sich bei allen Beteiligten für das hohe Engagement bei der Bewältigung der sicher nicht leichten Aufgabe. Nachdem die polizeilichen Suchmaßnahmen zunächst beendet wurden, werden die Fachleute der (BSU) ihre Arbeiten mit einem polizeilichen Ermittler fortsetzen. Im Rahmen der später geplanten Verwertung der Schiffes werden dann auch die mit Sedimenten gefüllten Fischräume polizeilich in Augenschein genommen. Die Möglichkeit, dass der Schiffsführer sich zur Unglückszeit dort aufgehalten hat, wird von den Fachleuten als überaus gering bis nahezu ausgeschlossen angesehen. Die Angehörigen des Kapitäns wurden über das Ergebnis bereits informiert. Auch zukünftig sind fortlaufende Kontakte zu der Familie vorgesehen.
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