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Blaulicht-Cuxhaven.de
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Dieses Thema hat 15 Antworten
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 Quasselecke
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Blaulicht Offline

Administrator

Beiträge: -990157

02.12.2008 17:01
Warten auf den Rettungsdienst aus Patientensicht Antworten

Im web ist eine sehr bewegende Seite zu finden.

Auf http://www.emis-stern.de/ wird aus der Sicht eines verstorbenen Kindes erzählt, wie man eine Ewigkeit auf den Rettungsdienst warten musste und dass alle dieses bestreiten.

Zwar ist das kein Thema aus unserer Region, jedoch könnte es überall in Deutschland passiert sein.

Ich freue mich, wenn Ihr hier Eure Meinung zu dem Thema preisgebt.

Bitte beachtet bei einer Diskussion zwei Dinge:

1. Die Persönlichkeitsrechte der Angehörigen und der Einsatzkräfte (also niemanden persönlich angreifen, kränken oder sonstwas in der Art (versteht sich eigentlich von selber))

2. Dieser Bereich ist öffentlich lesbar und befindet sich nicht im BOS-Bereich!

Blaulicht



Diskutiere nicht mit Idioten. Sie ziehen dich runter auf ihr Niveau und schlagen dich dort mit Erfahrung.

Blaulicht Offline

Administrator

Beiträge: -990157

02.12.2008 17:06
#2 RE: Warten auf den Rettungsdienst aus Patientensicht Antworten

Erster Kommentar von mir selber dazu:

Ich habe es nicht geschafft, das ganze Thema am Stück zu lesen.

Ich habe selber eine Tochter in dem Alter. Was dort abgelaufen ist, nicht nur die Alarmierung sondern auch der Umgang aller Einsatzkräfte mit den Angehörigen trifft mich persönlich schon sehr.

Blaulicht



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Muetze Offline



Beiträge: 37

02.12.2008 21:17
#3 RE: Warten auf den Rettungsdienst aus Patientensicht Antworten

Das geht einem schon sehr nahe. Auch ich habe 2 kleine Mädels. Man kann nur hoffen das was da passiert ist
niemendem so geschieht. Da fehlen einem die Worte.

Gruß
Muetze

Lili Offline



Beiträge: 12

03.12.2008 00:40
#4 RE: Warten auf den Rettungsdienst aus Patientensicht Antworten

Das ist ja mehr als grausam..

Es ist doch schon schlimm genug was passiert ist, da wird man auch noch so behandelt als wäre es eine ganz normale Sache.
Selbst bei einer Ausbildung zum Kraftfahrer z.B. lernt man, zumindest etwas, mit Menschen umzugehen.

Mini Offline



Beiträge: 2.387

03.12.2008 09:59
#5 RE: Warten auf den Rettungsdienst aus Patientensicht Antworten

Also vorweg möchte ich sagen, dass der Vorfall natürlich äußerst tragisch ist.
Und das es nichts Schlimmeres gibt als sein eigenes Kind sterben zu sehen.
Ich habe selbst einen Sohn, fünf Jahre alt.

Ich habe mir die Seite insgesamt dreimal durchgelesen und komme im Nachhinein auf eine etwas andere Sichtweise.
Nachdem also die emotionalen Eindrücke etwas abgeflaut sind, hierzu haben im Übrigen auch die aus meiner Sicht teilweise unpassenden Kommentare des Vaters beigetragen, muss ich folgendes Feststellen:

Zum einen ist dieser Bericht verständlicher Weise aus subjektiver Sicht geschrieben. Das bedeutet aber auch, dass man die Statements der entsprechenden Gegenseiten nicht kennt. Schließlich ist auch die Herkunft der „Eltern“-Zeiten ist nicht eindeutig zu erkennen.

Zum anderen haben auch wir, als Eltern, mehr als einmal Situationen erlebt in denen unser Sohn stationär im Krankenhaus aufgenommen werden musste. Einmal auch mit zu hohem Flüssigkeitsverlust. Was bei Kleinkindern bekannter Weise rasend schnell gehen kann. Schließlich wird sogar den Erwachsenen gesagt, bei einer Erkältung immer viel zu trinken!
Da wir uns jedoch seit bekanntwerden der Schwangerschaft mit dem Thema Kindesgesundheit, Kindeswohl, Erkennung von Krankheiten, Vorsorge, rechtzeitigen Maßnahmen und und und beschäftigt haben, waren wir jedes Mal rechtzeitig bei den entsprechenden Fachleuten. Wir waren jedoch auch nicht wegen jedem Wehwehchen dort. Da meine Frau und ich keine Mediziner sind, haben auch wir uns auf den Rat und die Tätigkeiten des Fachpersonals verlassen.
Wenn uns die Maßnahmen allerdings nicht sinnvoll oder gar unzureichend erschienen,(Niemand kann das Verhalten eines Kindes besser einschätzen als die Eltern selbst!!!) haben wir das auch deutlich zu verstehen gegeben. Und zwar an entsprechender Stelle und mit Nachdruck. Nicht ohne Grund hat man uns anschließend mit Namen auf dem Flur begrüßt.

Das aufopferungsvolle Engagement wäre zur richtigen Zeit sicher deutlich hilfreicher gewesen als nach Emi´s Tod!

Weitere, tiefer greifende Meinung möchte ich an dieser Stelle nicht veröffentlichen.

Alles in Allem bleibt festzustellen, dass es ein äußerst tragischer Vorfall, aus Sicht der Angehörigen natürlich ein katastrophaler Vorfall ist. Deren genaue Hintergründe aus den veröffentlichten Zeilen jedoch nicht zu erkennen sind.

Gruß
Mini





Kenntnisse kann jedermann haben, aber die Kunst zu denken, ist das seltenste Geschenk der Natur.
(Friedrich der Große)




~http://www.feuerwehr-dorum.de~

Paul Panzer Offline



Beiträge: 1.171

03.12.2008 13:40
#6 RE: Warten auf den Rettungsdienst aus Patientensicht Antworten

Sicherlich ist das eine sehr emotionale Geschichte!

Aber ich möchte nicht ausschlißen, dass soetwas in unser Region hier auch passieren kann, wobei ich persönlich sagen muss, dass ich es erstens nicht hoffe und zweitens soviel Vertrauen in die Leitstelle habe, dass sie bei einer solchen Aussage der Eltern generell einen NA mitschickt! Das mit dem Kindernotarzt wird da schon schwieriger (dies lieg aber daran, dass es einfach keinen gibt).

Zum Thema Zeiten ist sicherlcih zu sagen, dass einem das häufig länger vorkommt als es wirklich ist. Dazu kann man jetzt aber nichts sagen, da man die Umstände nicht genauer kennt!
Des weiteren begab diese Tragödie im Januar, also im Winter was verlängerte Einsatzzeiten mit sich bringen kann. Aber für 8 KM 30 bis 40 min zu brauchen ist schon verdammt viel!
Somal der KinderNa ein Strecke von 32km in 17 min geschafft hat.

Die RLST scheint ja auch nicht mal auf die erneut stattgefundenen Anrufe reagiert zu haben um weitere maßnahmen einzuleiten!

Die Aussage des Kindernotarztes ist ja wohl ein No Go! --> Besonders vor diesem Hintergrund, den er vermutlich zu dem Zeitpunkt nicht wissen konnte, aber dennoch völlig fehl am PLatze!


Irgendwas ist da verdammt schief gelaufen!



wer rettet, verfettet


muss man erst alles weg rationalisieren bis man merkt, dass es ohne nicht geht??

Friedrich Offline

Administrator

Beiträge: 3.963

03.12.2008 16:01
#7 RE: Warten auf den Rettungsdienst aus Patientensicht Antworten

Moin zusammen,

ich habe mir den ganzen sehr sehr tragischen Bericht durchgelesen. Wirklich schrecklich, was da passiert ist!

Die Kommentare der Ärzte sind eine glatte 6, ohne Frage! Aber ich möchte erwähnen, das z.B. der Disponent nach bestem Wissen und Gewissen den RTW als Krankentransport alarmiert hat. Der Disponent kann sich nur auf die Details berufen, die aus dem Anruf hervorgehen. Vielleicht ist der Ernst der Lage in dem Telefonat falsch rüber gekommen, vielleicht wurden Details weggelassen! Das weiß ich natürlich nicht, könnte aber sein.

Die Aussage

Zitat von siehe Link, Die Rettungssanitäter
"Machen Sie ruhig so weiter, bis wir so weit sind!"
klingt zunächst einmal so, das man sie falsch aufnehmen könnte. Der Patient wird reanimiert, um die Blutzirkulation im Körper aufrecht zu erhalten, die im Zuge des Herzversagens nicht mehr gegeben ist. Eine kontinuierliche und ausreichend suffiziente Thoraxkompression ist sehr wichtig, damit alle lebenswichtigen Organe ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden. Nun waren wir alle nicht dabei. Vielleicht haben die Kollegen vom RTW schnell erkannt, dass die eingeleitete Reanimation der Mutter sehr gut ist. Damit dem Rettungsdienst beim übernehmen der REA gleich ein EKG / Defi etc. zur Verfügung steht, ist eine solche Anweisung an erst Helfer teilsweise gar nicht schlecht.

30 Min Anfahrt für 8 Km Strecke ist in der Tat sehr viel. Vielleicht stand der RTW aber zusätzlich noch vor einer geschlossenen Schranke, vielleicht war auf der Anfahrt eine Baustelle, die ein langsames fahren voraussetzt! Bei einem Krankentransport wird dieses in der Regel nicht der Leitstelle gemeldet. (Ich möchte hier an die Baustelle auf der B 73, Hechthausen - Ostebrücke erinnern. Ich selbst habe für die Strecke von Burweg nach Hechthausen, ca. 2 Km, schon 20 Min gebraucht.)

In keinster Weise möchte ich irgend etwas schön reden. Das geschehene ist grausam und schrecklich für alle beteiligten.

______________
Gruß Friedrich






Ein Tag hat 24 h, ein Kasten Bier 24 Flaschen - Zufall ?

diech Offline



Beiträge: 884

03.12.2008 16:09
#8 RE: Warten auf den Rettungsdienst aus Patientensicht Antworten

Hallo!

Meiner Meinung nach sind das irgendwie auf einer art und weise 3 Themen bzw Abschnitte wobei sicherlich der erste der schlimmste ist!
Zum einen vom ersten Anruf bis zur Ausstellung des Totenscheines.
Der nächste Abschnitt vom Totenschein bis einschließlich Beerdigung.
Der letzte Abschnitt ist die Zeit danach.
In dem Fall ist anscheinend leider alles schief gelaufen!!
Es passieren aber täglich fehler bzw dinge die man nur schwer verstehen kann!!!

Wie gesagt,das ist meine Meinung!!!

Schade das man,wie schon vorher beschrieben,man nur eine Seite (der Eltern)kennt und es da schwer ist etwas darüber zu sagen!
Zum Beerdigungsinstitut kann ich aus Erfahrung sagen das wir uns vorher umgezogen haben!
Wir hatten schwarze Jeanshosen und Schwarze Pullover in der Firma liegen..
Wir sind immer,bis auf 1 oder 2 mal in schwarz gefahren!
Egal ob Zuhause,im Krankenhaus,Altenheim oder Verkehrsunfälle!
Es sieht warlich blöde aus wenn man da in Arbeitskluft mit Werbung und Aufnäher und womöglich Schirmmütze zum Kunden Kommt!

Frank Offline



Beiträge: 11

05.12.2008 16:57
#9 RE: Warten auf den Rettungsdienst aus Patientensicht Antworten

Eine falsche Entscheidung einer Leitstelle ist doch oft. Allerdings ist es auch sehr schwer zu entscheiden was richtig ist. Einige scheinen ja auch erst noch vor Fahrtbeginn einen Kaffee zu trinken

Frank
............................................
Rettungsdienstler der zu wenig Geld verdient

kiro Offline



Beiträge: 348

05.12.2008 20:57
#10 RE: Warten auf den Rettungsdienst aus Patientensicht Antworten

Hallo Frank,
was Du geschrieben hast ist ja wohl voll daneben,der Rettungsdienst trinkt bestimmt nicht noch ihren Kaffee aus wenn es einen Einsatz gibt.Dieser Eintrag ist in meinen Augen geschmacklos und unter aller Sau.
mfg kiro

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