Interessant zu sehen, wie schwer sich das Feuer endgültig löschen lässt. Wenn ich das richtig deute, ist am Ende des Videos das Feuer noch nicht ganz aus aber der Löschmittelvorrat oder zumindest der Schaum verbraucht.
Wie immer bei Schaumeinsatz gilt: Vor Beginn überlegen, ob der Schaum reicht. Ggf. rechtzeitig Verstärkung anfordern.
Zitat von Blaulicht im Beitrag #3Interessant zu sehen, wie schwer sich das Feuer endgültig löschen lässt.
Das ist richtig. Beim Feuer in Basbeck war es ähnlich was augenscheinlich damit zusammenhing, dass sich brennender Kunststoff der Inneneinrichtung unter den Sitzgestellen, und auch unter dem Fahrzug sammelte und mit dem Löschmittel kaum zu erreichen war. Die Löschwirkung durch ersticken kann sich nicht entfalten weil innen der Schaum nach unten wegläuft und unter dem Fahrzeug kein Teppich bildet. Bleibt nur noch die geringere Wirkung durch das Kühlen. Ich hätte es vermutlich auch mit Pulver versucht um der Flammen Herr zu werden - hier sieht man aber dass es beim Angriff mit nur einem Löscher beim Versuch bleibt. Darüber hinaus halte ich den Einsatz von Schwerschaum in der Lage wie im Film für sinnvoller. Der luftigere Mittelschaum läuft weg und verbrennt in den Flammen ich denke der "pappigere" Schwerschaum würde hier eher zum Erfolg führen. [Ich glaube nicht, dass damit zusammenhängt, dass alle Probleme wie ein Nagel aussehen, wenn man nur einen Hammer (Schwerschaumrohr) hat ;)]
Zitat von Blaulicht im Beitrag #3Wie immer bei Schaumeinsatz gilt: Vor Beginn überlegen, ob der Schaum reicht. Ggf. rechtzeitig Verstärkung anfordern.
Wie wahr..
Im Film haben die Kameraden einen Zumischer an Bord bzw einen separaten Tank.. wie sähe so eine Lage denn erst aus, wenn wir unsere Kanister dahinschleppen. Gut, personell würde in dieser Region wohl deutlich mehr aufgefahren.
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Ich bin, kraft eigener Arroganz, der Ansicht, dass der Angriff scheiterte, weil man versuchte einen (Rest-) Brand im Motorraum zu löschen, ohne die Motorhaube zu öffnen.
Insgesamt muss ich gestehen, dass der Angriff eher suboptimal vorgetragen wurde. Schon das "wedeln" mit einem Mittelschaumrohr wirkt befremdlich...
---------------------------------------------------------------- Erfahrung ist der Name, den der Mensch seinen Irrtümern gibt. (Oscar Wilde)
Stimmt - wobei ich mittlerweile der Meinung bin, dass sich das Löschen brennender Fahrzeug heute durch den sehr hohen Anteil von Kunststoffen - Kabel, Bituminierte Dämmatten, Dämmstoffe usw in aller erdenklichen Ecken der Karosserie tatsächlich schwerer gestaltet. Es sind denke ich folgende Probleme
Rasanter Brandverlauf mit sehr hohen Temperaturen -> starke Erwärmung der Metallteile (Verstärkungen sind viel Material d.h. auch viel Speichervermögen) -> hohe Brandtemperaturen bei denen der Schaum scheinbar wirkungslos verdunstet bevor er trennende Löschwirkung entfalten kann
Abtropfende Kunststoffen vor allem unter dem Fahrzeug (s. Basbeck , hier musste das Fz tatsächlich angekippt werden)
Glutbildende Brennstoffe in Form verkohlende Kunststoffe (hier scheidet streng genommen dann sogar Mittelschaum aus)
Kraft- und Betriebsstoffe, die durch Wasser verteilt werden.
Deswegen ist viel Kühlen und zur Flammenbekämpfung Pulver (massiv eingesetzt in Osten waren es 2 P6 ) recht gut geeignet zu sein.
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Ich kann die Lage in Basbek natürlich nicht beurteilen....
Was mir nur immer wieder auffällt:
- Die FA vergessen schnell, dass man Strahlrohre auch mal abschalten Kann (Rückhaltung von Löschmitteln) - Wasser gegeben wird, bis wirklich nichts mehr dampft (Lm- Verschwendung) - Schaum von oben gegeben wird - Strahlrohre nicht dynamisch geführt werden
Die Folgen sind ein imenser Wasserverbrauch, das schnelle Ende der Löschmittelreserve und der Frust, einen PKW mit 1.200 - 2.000 Litern Wasser (und ggf. Schaum) nicht löschen zu können.
Darum bilde ich auch die PKW- Brandbekämpfung gezielt aus... (wo´s doch sooo leicht ist )
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- Die FA vergessen schnell, dass man Strahlrohre auch mal abschalten Kann (Rückhaltung von Löschmitteln) - Wasser gegeben wird, bis wirklich nichts mehr dampft (Lm- Verschwendung) - Schaum von oben gegeben wird - Strahlrohre nicht dynamisch geführt werden
Top.. das sind wirklich die häufigsten Fehler.. Gerade die dynamische Strahlrohrführung scheint sehr schwer zu sein - oft wird ja nach dem Motto immer druff - viel, hilft viel gearbeitet. Unzählige Einsatzbilder /Videos könnten ach vom Füllen eine Schwimmbad stammen und nicht von einer gezielten Brandbekämpfung.. .
"Die Dachziegel müssen doch irgendwie sauber zubekommen sein..." "Ich sehe zwar kein Feuer aber die Richtung stimmt."
Zitat Darum bilde ich auch die PKW- Brandbekämpfung gezielt aus... (wo´s doch sooo leicht ist )
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