erst einmal muß man sehen wie das ganze Unternehmen überhaupt anläuft. So weit war man hier ja auch schon mal und sogar wenige Tage in Betrieb. Die ganze Sache war bei uns allerdings aus Behördensicht überhaupt noch nicht in trockenen Tüchern und daran ist es dann letztlich ja auch leider gescheitert. Das ganze Ding war übers Knie gebrochen worden und so etwas geht einfach nicht wenn man solch ein Projekt startet, das muß wasserdicht sein! Kann man den Jungs in Südschleswig nur wünschen, das zum 1 Mai alle Genehmigungen vorliegen. Ich habe irgendwo gelesen das zu diesem Thema noch Verhandlungen mit den Krankenkassen geführt werden müssen (viel Spaß!). Trotzdem ist das im allgemeinen eine gute Sache für die Versorgung in der Region. Wäre bei uns vermutlich auch gut gewesen, also weiterhin ein schwarzes Luftrettungsloch.
Gruß
hubischraubi ____________________________________________ Mok wat du wult, de Lüd snackt doch !
So "schwarz" ist das Luftrettungsloch Landkreis Cuxhaven nicht. Grundsätzlich hat die Luftrettung zwei Berechtigungen: (a) schneller Notarztzubringer (z.B. durch NEH wie jetzt in Hartenholm angedacht), (b) schneller Patiententransport. Die Einsätze der Luftrettung in unserem Landkreis sind mit ca. 50 im Jahr sehr wenige. Das hat Gründe: (a) mit sieben NEF-Standorten (ich zähle wegen der komplikationslosen grenzüberschreitenden Zusammenarbeit die nur 2 bzw. 1 km von der Landkreisgrenze entfernt stationierten NEF CUX und BHV mit) ist der Bedarf an einem schnellen Notarztzubringer bei uns nicht gegeben. Daß der RTH-Notarzt VOR dem NEF eintrifft, ist in unserem LK eine absolute Seltenheit. (b) Die Versorgungskapazitäten für Schwerverletzte sind in den vergangenen Jahren auch in Cuxhaven (Nord- und Westkreis) und Stade (Ostkreis) so verbessert worden, daß die Anfahrten zu Polytraumazentren sich deutlich verkürzt haben und auch von daher der Bedarf für Luftrettung deutlich zurückgegangen ist. Ein NEH mag in Regionen mit geringerer bodengebundener Notarztversorgung sinnvoll sein - bei Tageslicht, wenn kein Nebel, wenn Wolkendecke über 330 Meter, wenn kein Eisregen usw. usw. Wenn der NEH, wie in Hartenholm behauptet, zu gleichen Kosten fliegen kann wie das NEF fährt, sind entweder die NEF dort viel zu teuer oder die Aussage stimmt nicht.
Das schwarze Luftrettungsluftloch bezog sich auf die Karte der Rettungshubschrauberstandorte und ihren Ausrückebereiche. Hier ist unser Bereich ja nicht abgedeckt und wird manchmal halt so bezeichnet. 50 Einsätze im Jahr sind allerdings tatsächlich nicht viel, deshalb hat sich anscheinend auch noch kein Unternehmen wie ADAC oder DRF hier niedergelassen. Was mich im nachhinein iritiert ist, das vorher so viele Leute "Hurra genau das brauchen wir!" gesagt haben, wenn ein Hubschrauber (NEH/RTH) für unseren Bereich ja anscheinend absolut nicht nötig ist.
Gruß
hubischraubi ____________________________________________ Mok wat du wult, de Lüd snackt doch !
Wer hat denn "Hurra, genau das brauchen wir" gerufen ? Mir ist keine "Hurra"-Stellungnahme von einem der Betroffenen (Stadt Cuxhaven, Feuerwehr Cuxhaven, Krankenhaus Cuxhaven GmbH, Landkreis Cuxhaven, Land Niedersachsen als Träger der Luftrettung) bekannt. Insofern gibt es keinen Anlaß für Irritation. Auch für den Standort Hartenholm gibt es bislang Absichtserklärungen des interessierten künftigen Betreibers, aber keine mir zugängliche befürwortende Stellungnahme der für den Rettungsdienst in der Region zuständigen Institutionen. Ich vermag nicht zu beurteilen, ob das dortige Projekt eine Lücke ( aber nur bei Tageslicht, hoher Wolkendecke, fehlendem Nebel und ohne Eisregen und Ascheflug) in der notärztlichen Versorgung schließt oder zugeflogene Redundanz darstellt. Wenn der NEH in der Region Hartenholm auf ein funktionierendes und ausreichend dimensioniertes Rettungssystem "aufgepropft" wird, hat er keine Zukunft.
Also eine offizielle Stellungnahme hat natürlich niemand gegeben, warum auch? Trotzdem standen die "Betroffenen" zu dem Projekt im allgemeinen doch sehr positiv dahinter. Wenn sie nun schreiben das unser Bereich mit 7 NEF's gut abgedeckt ist, wobei ich ich ihnen zustimme, frage ich mich nur was das mit dem NEH dann überhaupt bringen sollte? Der wäre hier ja fast nie zum Einsatz gekommen, ohne eigenen Patientenabtransport wie ein RTH völlig wertlos!
Gruß
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nun siedelt sich in Nordholz anscheinend doch ein Hubschrauberunternehmen an. Laut CN. von heute will die Firma DL Helicopter aus Hamburg eine Zweigstelle mit Hangar und Werft bauen. Hauptarbeitsgebiet sind Film/Fotoflüge, Lufttransporte, Offshoreeinsätze sowie Personentransporte. Vor allen Dingen soll es grade in Nordholz wohl aber um den Einstieg in die expandierende Windenergiebrange und die dafür durchzuführenden Transporte von Personen und Material gehen.
Ein Rettungshubschrauber ist das aber nicht. Allerdings dürften die anderen Geschäftsbereiche ziemlich ähnlich sein mit jener Firma die dort einst geplant hatte.
Vom RTH mal abgesehen ist es aber wohl so, dass Nordholz lediglich ein weiterer Standort eines bereits in Deutschland aktivem Unternehmen ist.